Monday, December 22, 2008

Preparing to hibernate / Jahresrückblick

Ich werde von morgen bis Neujahr erstmal Urlaub machen. Heute ist vor allem Aufräumen angesagt. Da kommt mir diese neueste Kreation ganz recht. Ich habe vor einigen Wochen zweimal an einem Keramikkurs hier um die Ecke teilgenommen. Eines der Dinge, die ich da gemacht habe, ist dieses Briefsortierungsding. Die Aufgabe war, etwas ganz aus Tonplatten zusammenzubauen. Mit dieser Aufgabe war ich ganz schön unglücklich und habe mich dann für die einfachste Lösung entschieden: Auf eine große Tonplatte habe ich einfach eine Reihe kleinerer Platten parallel aufgestellt und habe das Ganze Papieraufbewahrung genannt. Beim Verzieren hatte ich dann mehr Spaß und habe diesen Buchling zwischen Bücherregalen hinbekommen. Ursprünglich wollte ich Miniminiminibücher in die Regale stellen, aber dazu sind sie dann wohl doch nicht tief und die Böden nicht waagerecht genug.

From tomorrow until New Year I will go on vacation. So today I am preparing for a one week leave. The object you see above helped me with tidying up my studio. I made it a few weeks ago in a ceramics class. At first I was not so happy neither with the assigned task (only use flat clay splabs) nor with the finished thing. But now that it is sitting on my shelf, I start to like it. Like it goes with tidying up, I also found remains of abandoned projects. This one is from the year 2006:
Beim Aufräumen habe ich auch einige unbeendete Projekte gefunden (wie eigentlich immer beim Aufräumen). Das hier ist ganz schön alt und schon zweimal mit mir umgezogen: Dieses Daumenkino mit dem Titel TrabiTrabi zeigt als Helden einen kleinen gelben Trabi und als Anithelden ein grünen Golf 2, der feige vor Dämonen und anderen Viechern wegläuft und umkommt. Das ganze ist ein gebundener Buchblock und funktioniert eigentlich ganz gut. Ich kann mich erinnern, dass ich frustriert darüber war, dass der Beschnitt nicht ganz exakt war, und das ist für ein Daumenkino schon ganz schön blöd!
Es war eigentlich als Geschenk gedacht. Anstelle des Daumenkinos habe ich dann eine CD mit Fotos verschenkt - als Slideshow funktioniert das ziemlich gut. Es gab außerdem noch einen Trailer, Cut-outs (natürlich gestellt) und einen Teil 2. Den habe ich jetzt bei Flickr eingestellt. Wenn ihr unten auf das Bild klickt, landet ihr in dem Set. Rechts oben kann man alle Bilder als Slide-Show sehen. Wenn's eure Internetverbindung hinbekommt, am besten auf 'schnell' gestellt, oder sogar von Hand noch schneller ansehen. Leider blenden die Flickr Slideshows automatisch die Bilder über, das gefällt mir gar nicht so gut. Vielleicht sollte ich eher mal einen kleinen Film davon machen.

Edit: Ich habe das mittlerweile als kleinen Film bei Youtube eingestellt. Ich habe ihn am Ende eingebunden.

TrabiTrabi2 019

On the photo with my hands in the picture you see a flip-book with the title TrabiTrabi (Trabi is the brand name of a car that was produced in GDR). You can see the small yellow toy trabi win against some demons and other AD&D tin figure monsters while the green Golf 2 runs away. (Edit: I rather turned it into a Youtube Video now. I cíncluded it at the end of the post.) I never put it into covers, it is still only the bound book block and has suffered some water damage since then. But I am surprised that it is still in good shape, after all it moved with me at least twice (I moved 4 times, but I think the book only made 2 of them - a complicated story...)
. Maybe I should have completed it! I abandoned the project because I was frustrated by my failure to get the front exactly flush. I ended up distribitung a photo CD instead of books where you could watch the short movie as a slide show. - And it somehow works even better like this. I made several of these series: TrabiTrabi was the first. In TrabiTrabi 2, Trabi fights a stuffed monster that had eaten cute teddy bears before. The CD also held a trailer and faked cut-outs. If you click on the (boring) picture above, you get to a Flickr page. On the upper right corner you can watch TrabiTrabi2 as a slide show.

While clearing out my studio I am also thinking about my accomplishments and failures during the last year. And a eventful year it was, in my private life as well as in my business! It started with my first bigger bookbinding project: Binding my own phd-thesis. You can see the 10 books I had to deliver to the university. I made several more for friends an family. All with my own paste paper on the covers.
With my phd finished I had to think about what I want to do now to earn money. I applied for various jobs, but either I wasn't happy with what was offered to me, or they chose someone else.Während sich das Jahr dem Ende zuneigt, kann ich nicht umhin ein wenig zurückzuschauen. Es war sowohl privat als auch beruflich ein aufregendes Jahr: Es fing im Januar mit meinem ersten großen Buchbindeprojekt an. Oben könnt ihr die Bücher sehen, oder einige davon. Es sind die Pflichexemplare meiner Dissertation.
Beruflich ging es holpig weiter. Nach dem nun definitiv beendeten Studium, sollte ich ja nun irgendeinen Beruf ergreifen. Ich habe eine Mege Bewerbungen geschrieben, Einladungen und Absagen bekommen und erteilt.
Im April habe ich dann geheiratet:

And so I spent the spring of the year 2008 with being frustrated about not having a job and not knowing what job I *would* want. Also with bookbinding and preparations for my wedding in April.
In May I started this blog, at first only in German. When the summer started, I already knew I didn't want a job but rather work self employed as a book artist. I spent the hottest months of the last year (which were not particularly hot) with applications for governmental support for this enterprise.
In August my niece was born and I am aunt for the first time. Here you can see her only a few days old. She was very small and we are all grateful and happy that she is healthy (and luckily much fatter now).
Mit dem beginnenden Sommer wurde mir immer klarer, dass ich eigentlich lieber selbständig arbeiten, als einen Job haben will. Zum Glück hat mein Mann mich da unterstützt, sonst hätte ich dieses Unternehmen sicherlich nicht gewagt. Den Sommer habe ich damit verbracht, Existenzgründungszuschuß zu beantragen, mich über Existenzgründung überhaupt zu informieren und habe einen ziemlich schrecklichen Existanzgründerkurs hinter mich gebracht.
Im August wurde ich dann das erste Mal Tante. (Das Bild oben zeigt meine Nichte noch ganz neugeboren. Sie hatte es etwas zu eilig mit dem auf die Welt kommen und war so klein und zart! Wir sind alle froh und glücklich, dass sie gesund und heil ist.)
Im September waren meine Bücher in Ashville zu sehen: Meine erste Ausstellung!
Zum November habe ich dann auch die Unterstützung vom Staat für mein Unternehmen bekommen und seit dem 17. November bin ich als freie Künstlerin tätig. (Zumindest bin ich so dem finanzamt gemeldet.) Das ist aufregend, schön, und machmal auch ziemlich beängstigend. Eine sichere Lebens- und Berufsperspektive sieht anders aus. Aber ich war auch selten so glücklich, wie in meinem Atelier! Einiges bleibt da allerdings zu tun: Ich habe es lnoch nicht geschafft, eine gute Marketingstrategie zu entwickeln. Daran muss ich für das nächste Jahr definitiv arbeiten. Ich will außerdem ein, zwei Wochenendkurse anbieten, für die ich bislang nicht viel geplant und noch fast gar keine Werbung gemacht habe. - Aber das ist schon der Blick in die Zukunft und der kann bis zum 1. Januar warten.

Und damit verabschiede ich mich erstmal für dieses Jahr. Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr in neuer Frische wieder. Bis dahin: Frohe Weihnachten für alle, die es feiern, ein schönes Jahresende für alle (auch die nicht Weihnachten feiern) und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

In September some of my books were exhibited in Ashville (Maybe you can spot them in the slideshow): This was the first time my books were publicity visible.
Since November now I am working as a fee book artist (that is what my tax form says). I am very happy about that, but it also scares me. There are so many questions I have about this. Only one of them is: Will I be able to make a living of it once the governmental aids will stop flowing? I'll definitely have to improve my advertisement! - But that that will have to wait until the next year.

Merry Christmas to all who celebrate it and a few peaceful and happy days to everyone, including those who don't celebrate Christmas. See you again in 2009!


Thursday, December 18, 2008

Kleister - Teil D: Klebstoff und Verderblichkeit. Neue Minibücher.

Endlich komme ich dazu, diesen vierten Teil über Kleister als Klebstoff zu schreiben - wird ja auch langsam mal Zeit. Es ist mittlerweile einen ganzen Monat her, seit ich insgesamt 7 verschiedene Kleister gekocht habe, und zunächst getestet habe, ob sie als Gummierung taugen. Dann habe ich mit den Proben Kleisterpapier gemacht und dieses dann auf seine Tauglichkeit im Inneren von Büchern getestet. Der Grund für all diese Versuche war, dass einerseits in der Buchbinderei traditionell Weizenstärkekleister (oder in Asien Reisstärkekleister) verwendet wird, mir aber eigentlich der Kartoffelstärkekleister besonders für Kleisterpapier am besten gefallen hat. Da wollte ich doch mal testen, ob sich daraus vielleicht untragbare Nachteile ergeben.
Als ich gerade mit der Reihe angefangen und über meine Versuche geschrieben hatte, hat mich vuscor mit weiterer Literatur versorgt. Unter anderem hat er mir eine Arbeit von Praktikanten in einer Restaurationsbuchbinderei mit dem Titel "Klebkraftversuche mit unterschiedlichen Stärkekleistern" zukommen lassen. Leider habe ich die Namen der Autoren nicht herausbekommen, konnte sie deshalb nicht fragen, ob ich den Artikel veröffentlichen darf - also darf ich wohl nicht. Sie haben drei verschiedene Kleister (Weizen, Stärke und Zin Shofu) auf 5 verschiedene Arten zubereitet und haben dann verschiedene Klebarbeiten damit ausgeführt und getestet. Insgesamt hat deren Versuch unter viel kontrollierteren Bedingungen stattgefunden. Offensichtlich spielten dabei für die Klebkarft Faktoren wie zum Beispiel wie lange der Kleister gekocht und wie intensiv gerührt wurde, eine größere Rolle als die Frage von welcher Pflanze der Kleister stammt. Da ich diese Bedingungen nicht oder nur sehr wenig kontrolliert hatte, habe ich meinen Versuch hier abgebrochen.
Wer sich für die Arbeit interessiert, kann sie hier herunterladen (in der Sektion Publikationen zu finden). Für alle, die noch mehr mit selbstgemachten Kleister und Klebstoff (man kann z.B. einen Klebstoff aus Gummibärchen machen) experimentieren wollen, ist die Seite von Jean Pütz ein guter Start. Neben dem Artikel über Klebstoffe, auf den ich früher schoneinmal verwiesen habe - und in dem man auch das Rezept für Gummibärchenkleber findet, gibt es auch einen Tip, wie man Gummierungen herstellt.

Verdorben geworden sind übrigens alle Kleister gleichzeitig.

This is now (finally) the final post about my experiments with paste. I can't clearly say why it took me so long to write up this post. Somehow I had either no time and patience for a blog post, or I had so many other things to say and/or show.
Let's briefly recap: About 4 weeks ago I cooked paste from 7 different staches/flours. Then I tested whether one could make a gumming from them. (The answer was 'no'.) Then I made pastepaper from the pastes and tried whether they are acceptable inside a book. (The answer here was generally 'yes'.) Now I promised to say something more about how good this pastes work as glues. And I have to admit: I didn't test it myself. In the meantime vuscor sent me a thesis of some interns of a restoration bindery on that topic. They found out (among other things) that the method of preparation is important for this question, whereas the starch on which the paste bases (in their experiment they had rice, wheat and another Asian grain which I don't know and can't translate) made no difference. In particular the question how frequently the paste was stirred and how long it was cooked was essential - and I hadn't took note of these things for my pastes. Therefore I gave up my experiment.
Sorry it took me so long to tell you this. If you are interested in the details in that thesis (it has 5 pages), you can write me an Email and I will elaborate a bit on it.

The pastes degenerated at about the same speed. As Rhonda remarked in a commentary to one of my paste posts, it probably rather depends on how you store the paste and how often you open the box than on the starch.

To keep you up to date with my current works: I have been binding some journals for Christmas sales and especially finished a commissioned work for which you can find pictures on my Flickr Photostream. I also finished some more flying books, but I am not finished yet. I have to hurry up with the project, so that I won't interrupt myself as so many times before. I am also working on my piece for the book swap on the book arts forum in January - but won't show pictures before it reaches its destination, of course! Here is a little piece I made yesterday out of some scraps: It is 3cm high, the pages are 2,5cm wide, the spines are about 1m6 cn wide.
Shouldn't we speak until then: I wish you a happy remaining year 2008,
a good start in the year 2009, and a happy time with your families until then - see you then!Das hier oben ist ein Buch, dass ich zwischendurch mal aus Resten gemacht habe: 3 cm hoch, 2,5 cm breite Seiten und ein 1,6 cm breiter Rücken. Überhaupt bin ich zur Zeit ziemlich beschäftigt. Ich habe einige Tagebüche rnoch zu Weihnachten gemacht, auch eines im Auftrag (siehe hier) und außerdem noch eine Reihe fliegender Bücher. Mit diesem Projekt muss ich mich auch beeilen, bevor mir wieder die Luft ausgeht, wie schon mit Projketen zuvor. - Und so langsam kann ich die Federn und den rosafarbenen Salzteig auch wirklich nicht mehr sehen!
Falls wir uns vorher nicht mehr sprechen wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest und einen gelungenen Jahreswechsel!

Friday, December 12, 2008

Fliegende Bücher - Flying Books: Noch mehr Making-of Bilder

I already announced that I am working on a project I have called 'Flying Books'. I am far from being ready, but it developed far enough so that I want to show you some making of pictures. Yesterday, on Thursday I presented a first batch. I won't say much more. I hope to rise your curiosity on what my plan for the finished object is. Just so much: It will be only one object once it is finished. And now enjoy!

Ich habe ja schon erzählt, dass ich gerade an einem längeren Projekt arbeite. Ich bin zwar noch nicht fertig, aber weit genug um schon making-of Bilder zu zeigen. Eine erste Reihe habe ich gestern schon gezeigt, nun geht es weiter. Viel Spaß damit:


Die Deckel trocknen:
Above: The covers are drying.
Below: sanding

Oben: Schmirgeln
Unten: Noch nackt (ohne Federn)
Above: Still naked (without feathers)
Below: 4th book object part is ready
Und das hier oben ist der vierte Teil des Ganzen.

Thursday, December 11, 2008

Fliegende Bücher - Flying Books

I already anounced that I am working on a project I have called 'Flying Books'. I am far from being ready, but it developed far enough so that I want to show you some making of pictures. I won't say much more. I hope to rise your curiosity on what my plan for the finished object is. Just so much: It will be only one object once it is finished. And now enjoy!

Ich habe ja schon erzählt, dass ich gerade an einem längeren Projekt arbeite. Ich bin zwar noch nicht fertig, aber weit genug um schon making-of Bilder zu zeigen. Viel Spaß damit:

These are the first three book components. I have 8 finished by now, have covers prepared for at least 8 more. I will post more pictures soon.
Oh, and I haven't forgotten the last glue-with-self-cooked-paste-post that is still due. I'll just have to find time in between sorting feathers to write it down.

Das fertige Objekt wird ungefähr 20 dieser Buchkomponenten haben, aber so ganz klar ist das noch nicht. Einiges muss ich auch erst noch entscheiden, wenn andere Teile soweit sind. Das waren jetzt Bilder der ersten 3 Buchobjekte. Ich habe insgesamt 8 schon fertig (und werde demnächst weitere Bilder davon zeigen) und ich habe Deckel für mindestens 8 weitere vorbereitet. Bücher mit solchen kunstvollen Eselsohren habe ich früher übrigens schon gesehen. Daraufmerksam gemacht worden bin ich durch diesen Post bei Blogorrhea Junior. Allerdings kann man diese Objekte wohl kaum 'Altered Books' nennen - immerhin sind sie nicht verändert, sondern genau so geschaffen worden.
Demnächst mehr!

Tuesday, December 9, 2008

Kreativ Blogger Award

On December 3rd I received the Kreativ Blogger Award by Billie. This are the rules:
  1. The winner may put the logo on their blog. (I've happily done that.)
  2. Put a link to the person who sent you the award. (check)
  3. Nominate 5 blogs for the award that inspire you.
  4. Put links to their blogs.
  5. Leave a message for your nominees.
I was much flattered by the nomination and much excited. It is point 3 that stopped me from shouting it out to the world earlier, and after much thinking I decided to nominate only 4 blogs. I couldn't think of a 5th blog that meets the criteria and has not already been awarded by Billie(I wanted to be strict and not simply nominate blogs that I enjoy reading).
My very first thought was: The award would have to go back to Billie herself. You can read here more than once that I started a particular work because of what I read on her blog. Besides being very generous with sharing her own work and experiences, writing a lot of tutorials that are very well written in a clear and direct language, besides all that she provides many useful links into the crafty and artsy world of paper.
Having this said I pass the award on to (no specific order)
  • Danyeela, ein schöner Blog mit vielen erfrischenden, neuen Idee, vermischt mit Tutorials. Ich habe hier eine Menge gelernt!
  • Filzeria, mir macht es viel Freude, über ihre kreative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu lesen. Obwohl ich noch nie gefilzt habe, hat mich der Blog inspiriert und weitergebracht. Ohne Filzeria wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, meine Filzbücher zu machen, um nur ein Beispiel zu nennen.
  • Deckled Edge Bindery, her dynamic writing style and the amazing books presented there have always been a motivation for me to try harder.
  • Riverlark, her blog was one of the first I discovered last spring. She drew me deeper into the world of books and her blog has been source of many inspirations.
And now, as a good-bye, I want to show you a photo of my latest book. The picture is a link, by clicking on it you go to the Flickr page where you can read a brief description and see another picture of the opened book.

"Art" closed

Saturday, December 6, 2008

Incantamenta









It happened again! - I am in the process of finishing another book in my 'Book With a Hole' series (I showed some pictures here.), but this is not going as smoothly as I would wish: somehow the pictures I am drawing with ink and then coloring with water colors are not coming out as I like them. Then I made salt dough for some completely not book related coursethe beginnung of last week, couldn't stop myself from doing some covers for books from the dough, made the 'book with wings', made more salt dough, made more salt dough books,... Now I am in the middle of another longer project with 'flying books'. I will show you pictures once I have them flying. The book I presented here is book I made from the dough: Incantamenta. Here it is not the covers but the pages themselves that are made from the material (my husband thinks I'm crazy. Indeed the book is a bit fragile and the last page is slightly cracked.)
I'm not a good scribe. The pages contain so few text and still some mistakes...
Leather wrap, closed with leather bands and bone pearl. Pages are from salt dough, written upon with ink, bound with leather bands.

Ich bin zur Zeit ganz fleißig und aufgeregt an einem neuen Projekt dran (Waldspaziergang ist mal wieder zur Seite geschoben, wird aber schon noch fertig werden - hoffe ich). Deswegen heute nicht viele Worte, nur einige Bilder zu meinem neuesten Buch 'Incantamenta' (d.h. Beschwörungen).
Die Hülle ist aus Leder, geschlossen mit Lederbändern und Knochenperle. Die Seiten sind aus Salzteig, ich habe darauf mit Tinte geschrieben.

Wednesday, December 3, 2008

Flügelbuch

This is my newest creation 'book with wings'. It has painted salt dough covers, down on the rim, and the 160 pages are those which I colored with carrot and red beet.
I am still thinking about the content. The covers are very colorful, and I made the book to contain a poem or lyric or rather its traces tha
t spin in my head. It is definitely not my poem, I must have heard or read it somewhere. I remember more about what I thought when I read it, than the poem itself. And I can't seem to get the few parts that I remember ordered in a way so that I can successfully google it. It had something like: Extinguish all the colors, all music be still .... It was all about mourning. So I wanted the book brightly colored to make the pain about a too colorful world touchable. But now I can't find the text. :-( Maybe one of you knows, what song /poem/ballad/... I remember here? The search is complicated further by the fact that I don't know in which language is was: English or German, maybe even Spanish?

Neben Filz- und Tigerbüchern habe ich auch dieses Schätzchen gebunden und einfach mal 'Buch mit Flügeln' genannt. Die Cover bestehen aus bemaltem Salzteig, die 160 Seiten sind mein kompletter Rest, den ich noch aus dem Experiment mit Naturfarben hatte. Ich habe es gemacht, um den Text eines Gedichts hineinzuschreiben, das mit während des Tages durch den Kopf ging. Es beginnt mit Befehlen wie: "Alle Farben verlöscht! Alle Musik schweige still!" - Daran meine ich mich erinnern zu können, aber Google scheint es nicht zu kennen. Ich bin mir auch nicht 100%-ig sicher, ob ich es auf Deutsch, oder auf Englisch gelesen habe. Es ging um Trauer und die Forderung an die Welt, diese Trauer zu spiegeln, und um ein Gefühl der Entfremdung von dieser bunten Welt, die sich einfach weiter dreht. Wenn eine(r) von euch das kennt, würde ich mich über Hinweise freuen!

Wie immer um diese Jahreszeit hatte ich ganz schön Schwierigkeiten mit den Fotos. Hier sind noch ein paar, in denen ich absichtlich mit Schatten gespielt habe:

In this time of the year it is simply too dark for me to make good pictures of my books and I had some difficulties making good photos of this one. Here are some more in which I tried to integrate the inevitable shadows in a good way:

And then I built myself a light box, in the hope that I can then make better photos. That turned out a false hope - my artificial lights are simply to dark and too yellow, I suppose. The colors appear slightly too dull.

Ich habe mir dann noch eine Lichtbox gebaut, damit ich bessere Bilder machen kann. Aber bin mit meinen Ergebnissen noch nicht zufrieden. Ich glaube, mein Licht ist immernoch zu dunkel und zu gelb - im Bild sieht man natürlich nur, dass die Farben zu grau und kühl sind, denn ich habe ja den Hintergund digital complett weiß gemacht:Und das hier ist meine Lichtbox. Ich habe sie gebaut, nachdem ich diese Anleitung gelesen habe.And this is my lightbox. I made ist after I read this tutorial. It was quite easy to do and didn't take much time.

Einen schönen Tag noch, und Danke fürs Lesen!

Tuesday, December 2, 2008

Kleister - Teil C: Kleisterpapier - Nachtrag

So, hier ist nun die Auswertung des Härtetests für das Kleisterpapier. Ich habe gestern jeden Bogen in 4 Teile geteilt und geheftet. Dann habe ich gründlich Wasser darauf gesprüht (einen kräftigen Spritz aus meinem Bestäuber auf jede Seite der Hefte), die Hefte geschlossen und eingepresst. Heute morgen waren sie dem entsprechend alle noch etwas feucht. Ich habe sie vorsichtig auseinandergezogen und oben seht ihr das Eegebnis. Ich habe die Papiere genause angeordnet wie gestern, also von links oben nach rechts unten:
  • Weizenstärke, Weizenstärke
  • Weizenmehl, Reisstärke
  • Buchweizenmehl, Maisstärke
  • Reisstärke, Kartoffelstärke und Reisstärke im Verhältnis 1:1 gemischt
  • Maisstärke, Kartoffelstärke
  • buchweizenmehl, Buchweizenmehl
  • Maisstärke, Maisstärke
  • Weizenmehl, Tapiocastärke und Buchweizenmehl gemischt
  • Weizenstärke, Kartoffelstärke (ganz links, kaum aufs Bild gekommen - sorry!)
  • Kartoffelstärke-Weizenstärke
  • Kartoffelstärke, Kartoffelstärke
  • Reisstärke, Reisstärke
  • Tapioca
In der Mitte, wo bekleisterte Seite auf bekleisterte Seite getroffen ist, war es wie erwartet am schlimmsten. Als völlig unbrauchbar hat sich in dieser Beziehung das Tapiokapapier herausgestellt (recht unten) - schade, die Muster, die ich dann doch noch produziert habe, haben mir gut gefallen. Mal schauen, was man vielleicht doch noch damit machen kann. Ich rate jedenfalls davon ab, sie als Spiegel/ Vorsätze in einem Buch zu verwenden.

Gar nicht geklebt haben die Papiere, die Kartoffelkleister in der oberen Schicht hatten - inklusive dem Papier rechts oben, dessen oberste Schicht aus einer Mischung von Kartoffel- und Reisstärkekleister bestand.
Die Papiere mit Weizenstärke in der obersten Schicht haben ganz leicht geklebt, ließen sich aber voneinander trennen, ohne das Papier kaputt zu machen.

Das Reis-Reispapier ist ein klein bisschen kaputt gegangen, war aber noch im Rahmen. Erstaunlicherweise hat das erst Weizenmehl dann Reisstärke-Papier zwar so gut wie gar nicht geklebt, an den wenigen Stellen, an denen es dann doch etwas schwierig zu trennen war, hat es aber Papier mitgerissen.
Maisstärke in der obersten Schicht hat ein bisschen geklebt und auch ein bisschen Papier mitgerissen. Anbetracht der Schäden, die ein Buch erleidet, wenn es so nass wird, wie diese Hefte, war das aber wahrscheinlich noch in Ordnung.

Ergebnis: 1. Die Frage, ob das Papier unter Wassereinfluss klebrig wird und zusammenpappt hängt nur, oder vor allen Dingen von der obersten Schicht ab.
2. Kartoffelstärkepapier war am wenigsten anfällig, gefolgt von Weizenstärke und dann Reisstärke.
3. In Anbetracht der schwierigen Verarbeitung empfehle ich eine Mischung von Kartoffelstärke - und Reiskleister. Jetzt muss ich nur noch ausprobieren, ob es empfehlenswert ist, die Mehlsorten schon vor dem kochen zu mischen.

Im nächsten theoretischen Teil über Kleister geht es dann endlich um Kleister als Klebstoff!

This is the continuation of my paste post of yesterday. I cut all the sheets of paste paper in four parts, bound them together, wet all the pages of each booklet, folded it, and pressed them all in. This morning they were still slightly damp and I carefully opened all the pages.
In the picture above you see the results.
It turned out, that only the second (and last) layer of paste is important for the result.

The pages finished with potato paste didn't stick at all together, included the one that was finished with a mixture of potato and rice paste.
Those that were finished with wheat starch paste were slightly sticky, but it was possible to pull the pages apart without hurting them.
Though the papers finished with rice starch were not very sticky, the pages were slightly torn. Corn starch was even stickier, but still the damage done to the pages in both cases is probably bearable, given that a book would take a great deal of damage anyway, would it be as soaked in water as in my experiment.

The tapioca starch paper (at the bottom right) was a big mess. - Never, ever put such paper inside a book! I am disappointed about that - I liked the pattern I produced with that paste. Apparently I will have to think of other uses for the paper.

Final results and recommendations:
Potato paste paper was least affected by water. Since potato paste was hard to handle, also the rice papers looked good, and the rice and potato paste mix worked well, too, I recommend using such a mixture for making paste paper. Now I have to test whether it is preferable mixing the starches before cooking over mixing the finished pastes - ahhh - not in near future, maybe later.

In the next and last part of this experiment we will test the glue-factor of the pastes.

Monday, December 1, 2008

Kleister - Teil C: Kleisterpapier. (und Tonstempel)

Dies ist der dritte Blogeintrag über meine Experimente mit verschiedenen Stärkekleistern, (In Teil A habe ich den Kleister gekocht und in Teil B geprüft, wie er nach dem Trockenen noch auf Wasser reagiert.) und es geht um Kleisterpapier. Das ist auch mein hauptsächliches Interesse und der Grund, weshalb ich all diese Experimente mache. In der Vergangenheit habe ich schon mit Kleisterpapier aus Mais-, Weizen- und Kartoffelstärke experimentiert. Das Kartoffelkleisterpapier hat mir am besten gefallen, aber ich hatte Angst, dass es noch zu stark auf Wasser reagieren und deshalb für's Buchinnere ungeeignet sein könnte.
Im Bild unten seht ihr das Kleisterpapier, das ich mit dem frischen Kleister gemacht habe. Alle sind in zwei Arbeitsschritten entstanden: erst gleichmäßig in einer Farbe eingefärbt, angetrocknet, dann gleichmäßig in einer zweiten Farbe eingefärbt und Muster hineingedrückt. Von links oben nach rechts unten sieht man die folgenden Papiere.
  • Weizenstärke, Weizenstärke
  • Weizenmehl, Reisstärke
  • Buchweizenmehl, Maisstärke
  • Reisstärke, Kartoffelstärke und Reisstärke im Verhältnis 1:1 gemischt
  • Maisstärke, Kartoffelstärke
  • buchweizenmehl, Buchweizenmehl
  • Maisstärke, Maisstärke
  • Weizenmehl, Tapiocastärke und Buchweizenmehl gemischt
  • Weizenstärke, Kartoffelstärke (ganz links, kaum aufs Bild gekommen - sorry!)
  • Kartoffelstärke-Weizenstärke
  • Kartoffelstärke, Kartoffelstärke
  • Reisstärke, Reisstärke
  • Tapioca
Zu meiner Überraschung glänzt das Reis-Reispapier besonders schön - die Papiere, die ich früher mit Reis gemacht habe, haben mir wegen fehlendem Glanz nicht so sehr gefallen, allerdings fühlt es sich längst nicht so weich und glatt an, wie Kartoffelstärkepapier. Wahrscheinlich hat das Muster einen so starken Einfluss auf diese Frage ist, so dass ich wohl bei meinem ursprünglichen Plan, nur Büchertigerpapier (einfach gestreift) zu machen, hätte bleiben sollen.

Auffällig war außerdem, dass bei einigen Papieren die Farbe abbröckelt, wenn man das Papier faltet (extrem schlecht!). Wenig überraschend ist, dass das auf das Papier das ganz mit Buchweizenmehl gefärbt ist passiert, aber auch solche auf denen ich Maisstärke oder Weizenmehl verwendet habe, waren spröder als andere.

Besonders rau fühlen sich die Papiere an, die statt Stärke, Mehl enthalten. Und zwar unabhängig davon, ob etwa mit Kartoffelkleister darübergestrichen wurde, der ja besonders glatt ist.

Wirklich richtig schön weich anzufassen war das Tapiokapapier und das Kartoffelkleisterpapier.

In der Verarbeitung war die Reisstärke am angenehmsten: Die Farbe ließ sich leicht unter den Kleister mischen und die Paste gut verteilen. Am schwierigsten war mit dem Tapiokakleister arbeiten: Erst ließ sich die Farbe nur sehr schwer in den Kleister mischen und die Paste auf dem Papier zu verteilen war schlicht unmöglich. Klassisches Kleisterpapier kann man auf Tapiokabasis nicht herstellen.
Der Zeug hatte aber eine so faszinierende Struktur, dass ich dachte, man müsste doch eine Art finden, was damit anzufangen. In der Tat habe ich dann durch andere Methoden noch hübsche Papiere gemacht (Fotos weiter unten) Ich finde, sie erinnern fast an Marmorpapier.

This is already the third post in which I experiment with different grains as basis for paste: In the first part I cooked 7 different pastes on basis of potato, wheat, corn, rice, and tapioca starch, wheat flour, and buckwheat flour. In the second part I tested how much the already dried pastes react to water. Now I want to review the paste papers I made from the fresh pastes. All are made in two steps: First one even layer in one color, let to dry a bit, covered in another layer in a different color, in which I then pressed a pattern. From the upper left to the lower right corner the papers were made mith the following pastes (I'll post the photo again so that you can compare more easily):
  • wheat starch, wheat starch
  • wheat flour, rice starch
  • buckwheatflour, corn starch
  • rice starch, a mix of potato and rice starch
  • corn starch, potato starch
  • buckwheat flour, buckwheat flour
  • corn starch, corn starch
  • wheat flour, mix of tapioca starch and buckwheat flour
  • wheat starch, potato starch (this one is in the lowest row the uttermost left, hardly in the picture, sorry!)
  • potato starch, wheat starch
  • potato starch, postatostarch
  • rice starch, rice starch
  • tapioca starch
I distinguished the papers regarding to whether they appear glossy, are rough or smooth to the touch and whether the paint on the paper is brittle. The results:
  • papers with potato starch are glossy and smooth (not enough data to distinguish between those where the potato is in the first or second layer - using potato starch seemed to generally improve both properties)
  • wheat starch was unremarkable to all properties, neither especially rough nor smooth, slightly but not remakably glossy, slightly brittle but not so much to cause problems
  • corn starch yielded brittle, rough papers that curled a lot -> I won't use corn starch again for paste paper
  • to my surprise the rice paper was the most glossy in the set of papers. Surprisingly, because before I had the impression that the papers I made before from rice were rather blunt. Odd enough the rice papers are nevertheless quite rough to the touch. The paste of the rice-rice paper was quite thick on top and there were bigger areas without pattern. I think this had more impact than the rice. But I definitely have not enough data (yet) to be sure.
  • the tapioca starch paper is clearly the smoothest and most glossy paper. It had its own difficulties, though. I will elaborate on this below.
  • The paper from wheat flour was more brittle and rougher that the paper made from wheat starch.
  • The buckwheat flour yielded rough and extremely brittle papers. -> Unsuited for the task.
During the preparation I found the rice starch most easy and fun to work with: It was easy to mix in the colors and to work with the paste. For the potato and the corn starch I added more water before working with them. The corn starch was hard to work with, because it was so thick. Getting the paper evenly colored with potato paste was a bit painful and for the tapioco paste it was nearly impossible. Making regular paste paper from tapioca starch seemed plainly impossible: First the colors don't mix well with into the paste and then it is impossible to brush the paste evenly on the paper. The paste just sits there like a jellyfish that you can move around on the paper. But then I found some new, interesting ways to creating paper with this paste. It reminds me of marbled paper. Maybe I'll do it again:Das hier oben sind also die Tapioka-Papiere.
Mein Endergebnis: Tapioka ist lustig, hat aber wenig mit klassischem Kleisterpapier zu tun. Kartoffelstärke gefällt mir immernoch am besten. Weizenstärke ist viel besser als Weizenmehl und insgesamt unauffällig. Reisstärke war schön zu verarbeiten und liefert hübsche Papiere, die sich aber nicht so schön anfühlen wie Kartoffelpapiere. Maisstärke werde ich nicht mehr verwenden: Die Papiere sind spröde, rau und stumpf und haben sich stark gewellt. Buchweizen ist absolut ungeeignet, weil die Farbe zu wenig auf dem Papier klebt und praktisch sofort abbröckelt.

Außerdem habe ich letztens mal Stempel aus einer tonartigen Masse gemacht, um sie in Kleister zu drücken. Hier seht ihr ein Papier, das ich mit verschiedenen Ton-Rollstempeln bedruckt habe. Insgesamt hat das nur so mittelklasse geklappt, deswegen habe ich mich dagegen entschieden, das Material und die Stempel in einem ausführlicheren Post vorzustellen:

Jetzt habe ich zum Abschluss jedes der Papiere in 4 Teile geteilt und geheftet. Die werden jetzt nochmal mit etwas Wasser besprüht und eingepresst - um zu schauen, wie schlimm die Seiten dann zusammenkleben. Ich werde euch auf dem Laufenden halten!
Finally I cut each sheet of paste paper into four parts, and bound them together. I'll spray them with water and press them, to test how much they will stick together. I'll keep you informed. Have a good start into the new week!