Tuesday, October 7, 2008

'Buchkunst' - ein Protokoll eines Vormittags im Internet

This is a report of me surfing mainly german websites. So, if you don't read german, the links probably won't be too interesting anyway. Therefore, I will not provide a complete English version of this blog entry. The idea for a websearch for german book artists came up when I evaluated where the more than 260 artists that contributed to the book '500 handmade books' came from. You can see the statistics below: Only one is from Germany and she was trained in the US...

At the end a little bit of self advertisement: The owl book can be viewed on Flickr.

Ich habe vor einiger Zeit das Buch "500 Handmade Books" gekauft und hier darüber geschrieben. Ich hatte in dem Post versprochen, noch einiges von dem Inhalt vorzustellen. Eine Woche später habe ich mich entschlossen, die zwei Arbeiten, die mich am meisten gefreut hatten, vorzustellen, statt eine für das Buch repräsentative Auswahl zu zeigen. Das lag daran, dass ich keine guten Kriterien gefunden habe, nach denen ich eine systematischere Vorstellung hätte gestalten sollen. Meine erste Idee damals war, die deutschen BuchbinderInnen unter die Lupe zu nehmen.

Und dann kam heraus: In dem Buch sind Objekte von mehr als 260 KünstlerInnen (278 wenn ich mich nicht verzählt habe) enthalten. Das hier ist, wo sie herkommen:
  • Australien: 5
  • Ägypen: 1
  • Dänemark: 1
  • Niederlande: 1
  • Deutschland: 1
  • Kanada: 10
  • Vereinigte Königreiche: 1
  • USA: > 240
Buchkunst mag in den USA weiter verbeitet sein als in Deutschland, aber es kann doch wohl nicht sein, dass wir so sehr unterrepräsentiert sind! Das hat mich zu einer weiteren Suche nach deutschen Buchkünstlern und -künstlerinnen angestiftet, die eine Menge interessante Ergebnisse geliefert hat. Im folgenden werde ich meinen Ritt auf den Wellen des Zwischennetzes nachzeichnen:

Der erste Hit auf google.com war das Klingenspor Museum in Offenbach, bzw. einen Einblick in ihre Sammlung. Eine schön gemachte Seite mit übersichtlichem Aufbau, die Lust auf einen Besuch in Person macht. Das Museum nennt sich selbst Museum für internationale Buch- und Schriftkunst. Während ich mich durch die Seite lese gewinne ich den Eindruck, dass sie, vor allem auch von ihrer Entstehung her, Wert auf die Schriftkunst legen. Aber sie haben auch eine Sammlung von moderner Buchkunst und linken auf die Seite livres d'artistes, und da geht es für mich weiter.

Man findet eine übersichtlich gegliederte und schnörkellose Webseite, die vor allem als Portal nützlich ist. Sie bietet gut sortiert eine ganze Menge von externen links, in denen ich mich natürlich gleich verlese. Es gibt Linklisten unter anderem zu den Themen Ausstellungen, Messen, Händler, Gallerien und Links. Leider funktionieren einige Seiten nicht, die Liste der Künstler und der Sammlungen liefern leere Seiten. Insgesamt ist dieses Portal aber sehr überzeugend. Nicht nur, weil die Links wohl sortiert und oft durch Farbcodes übersichtlicher gemacht sind, sondern vor allem auch, weil sie kommentiert und bewertet sind. Ich persönlich habe dort einiges gefunden und abgespeichert, das ich später nochmal im Netz oder im RL besuchen will z.B. die Gallerie und Buchbinderei Mergemeier, und ebenfalls sehr interessant sieht diese Seite hier von 13+ aus, bei dieser Seite soll es für uns dann auch weitergehen. Einen kurzen Nebenweg gehe ich allerdings noch, indem ich den link auf das Forum Book Art weiterverfolge.

Leider ist vieles auf dieser Seite nur nach Anmeldung und einem Mitgliedsbeitrag zugänglich, so dass ich allgemein nicht viel zu dieser Präsenz sagen kann. Bemerkens- und ansehenswert ist allerdings die Datenbank b-art1. Über sich selbst sagt diese Seite: "b-art1 ist ein globales Schaufenster, in dem buchkünstlerische Werke bibliographiert und bekannt gemacht werden." Dabei sammeln nicht etwa Datenbankpfleger die Einträge zusammen, sondern Herausgeber, Verleger und Buchkünstler können hier Bücher für 60 Euro + Mehrwertsteuer eintragen lassen. Damit ist es wirklich eher ein "Schaufenster" als eine Bibliothek, aber hier kann man das ein- oder andere hübsche Buch oder Autoren finden. (Und auch natürlich Künstler aus Deutschland.)

Für mich geht's aber bei 13+ weiter. Neben Informationen zu Ausstellungen, gibt es auch eine Web-Gallerie, die sehr schön anzusehen ist. Von dort aus kann man auch verschiedene Künstlerseiten anschauen und hier finde ich auch endlich deutsche Buchkünstler. Ich ende meine Tour auf der Seite von Veronika Schäpers. Hier kann man Fotos ihrer Werke sehen. Vor allem aber irritiert mich die Seite - aber das ist doch letztendlich die Aufgabe von Kunst.

P.S.: Das Eulenbuch ist fertig und kann auf Flickr angesehen werden.

3 comments:

pzillig said...

hallo, Hilke, der Ortbauer ist zwar kein Deutscher, aber im Sternbild der Globalisierung lasse ich ihn als Wiener zum deutschen Sprachraum mal durchgehen. Spitzenqualität macht der, ganz ohne Blümchenpapier. Schau dir mal die Mehlbücher an. Staunstdu-guggsdu:
http://www.ortbauer.at/

Büchertiger said...

Danke für den Hinweis!

Das ist wirklich eine ausgesprochen interessante Seite, auf der es ja auch Bücher von mehr Künstlern aus nur Ortbauer zu sehen gibt.

Wenn ich mal wieder in Wien bin, muss ich daran denken, da mal vorbeizuschauen!

vuscor said...

Ah, dann nimm dir ein paar Minuten mehr Zeit für die Buchbindermesse in der Palette, da residiert der Ortbauer mit viel edlem Material, z.B. ECHT altem Blanko-, Vorsatz- u. Bezugspapier, Fileten und was unsereinem sonst noch den Nachtschlaf raubt und das Konto putzt. ;–D